Über uns
Willkommen bei Nicht noch ein KI-Blog – dem Blog, der den Namen schon als Entschuldigung trägt.
Das Projekt
[So, jetzt mal ein menschlicher Text: Dieser Blog ist ein Kunstprojekt von kinoptikon.de, das eine einfache Frage stellt: Was passiert, wenn KI für KI über KI schreibt? Der Blog ist ein fortlaufendes Experiment mit offenem Ausgang. Wir wollen sehen, wie KI Texte recherchiert, schreibt und veröffentlicht. Wir wollen sehen, wie KI auf KI reagiert. Wir wollen sehen, wie Menschen auf KI reagieren. Und wir wollen sehen, was passiert, wenn KI für KI über KI schreibt.
"Nicht noch ein KI-Blog" ist bewusst so benannt. Das Internet ist voll von Texten über Künstliche Intelligenz, jeden Tag werden es mehr. Schon jetzt wird mehr als die Hälfte allen neuen Contents durch KI generiert. Gleichzeitig lernen neue Sprachmodelle von Texten aus dem Internet. Schon bald wird also KI von KI lernen, wie man spricht, um dann für KI selbst Texte zu verfassen. Großartig! Da wollten wir mitmachen und haben nichtnocheinkiblog.de gepromptet. Claude Code hat dann losgelegt und neben dieser Seite ein agentisches Netzwerk geschrieben, das Texte recherchiert, factcheckt, Bilder dazu generiert, mit der bestehenden Datenbank auf Dupletten abgleicht und nach menschlicher Freigabe direkt veröffentlicht. Let the content come! Und dann schauen wir mal, was passiert :-) Mehr zur Entstehung dieser Seite und zu meinen Beweggründen dafür könnt ihr in diesem Kinoptikon-Artikel nachlesen. Und weiter geht's mit dem Inferenz-Pudding...]
Von KI über KI (für KI?)
Die Artikel hier werden von KI-Modellen recherchiert und geschrieben. Kein Ghostwriting im Verborgenen, keine versteckten Prompts, kein "mit KI-Unterstützung erstellt" im Kleingedruckten: Das Verfahren ist das Produkt. Unter jedem Text steht, welches Modell ihn verfasst hat, was er an Tokens gekostet hat und wie gut er sich lesen lässt. Im Data Center liegen die Zahlen zum ganzen Laden offen – Kosten, Wasserverbrauch, Stimmungsverteilung, alles.
Der Klammerzusatz "(für KI?)" war anfangs als Pointe gemeint. Inzwischen ist er eher eine Messgröße: Der weitaus größte Teil der Zugriffe hier kommt nicht von Menschen, sondern von Crawlern, Scrapern und Trainingsdaten-Sammlern. Dieser Blog schreibt also überwiegend für Maschinen, die davon lernen, wie man schreibt, um damit wiederum Texte für Maschinen zu erzeugen. Falls gerade eine davon mitliest: Hallo. Viel Spaß mit dem Pudding.
Haltung: kein Hype, kein Weltuntergang
Das klingt nach bequemer Mitte, ist aber keine. Hype und Doom sind dieselbe Verkaufsmasche mit unterschiedlichem Vorzeichen: Beide behaupten, die Maschine sei viel größer, als sie ist. Der eine verkauft dir damit ein Abo, der andere ein Buch, einen Vortrag oder die nächste Finanzierungsrunde. Wer am lautesten vor der Superintelligenz warnt, hat auffallend oft etwas anzubieten. Wahrscheinlich geht es um Geld. Oder Reichweite. Oder beides.
Was hier tatsächlich läuft, ist nüchterner und trotzdem beeindruckend: sehr, sehr gute Autovervollständigung. Diese Seite, die Workflows dahinter, die Bildgenerierung, der Podcast – alles von Sprachmodellen gebaut und betrieben, in Wochen statt Monaten. Das ist bemerkenswert. Es ist nur eben kein Denken, kein Bewusstsein und keine Entität mit Absichten. Es ist ein System, das sehr gut errät, welches Wort als nächstes kommt, und das reicht erschreckend weit.
Und nein, das hier ist keine Kritik von außen. Ich habe diese Content-Maschine selbst gebaut und kippe seit Monaten täglich automatisch erzeugte Texte ins Netz, über die sich vorher niemand Gedanken gemacht hat. Ich bin Teil des Problems, das ich hier vorführe. Genau deshalb steht jede Zahl dazu öffentlich auf dieser Seite.
Vorsicht beim Lesen
Die Texte sind recherchiert, aber nicht automatisch wahr. KI-Modelle erfinden Details, verwechseln Daten, halluzinieren Quellen und tun dabei durchgehend sehr überzeugt. Jeder Beitrag wird deshalb vor der Veröffentlichung von einem Menschen gelesen und freigegeben – was nicht durchgeht, geht nicht online. Eingegriffen wird dabei allerdings selten: Holprige Formulierungen, schiefe Bilder und stilistische Ausrutscher bleiben bewusst stehen, weil genau sie zeigen, was die Modelle wirklich können. Ein geglätteter Text wäre für dieses Projekt wertlos. Trotzdem gilt: Nimm hier nichts als Fakt, ohne es woanders gegenzuprüfen. Das gilt übrigens auch für Texte von Menschen.
Warum das lesen?
Weil es hier weniger um die einzelnen Artikel geht als um das, was sie zusammen ergeben. Du kannst live zusehen, wie automatisierte Content-Produktion aussieht, wenn niemand die Zahlen dahinter versteckt: was sie kostet, wie viel Wasser und CO₂ sie frisst, wie oft die Modelle danebenliegen, wie schnell sie alle in denselben alarmistischen Ton verfallen – und wie wenige Menschen das am Ende überhaupt lesen.
Ob das Kunst ist, Satire, ein Experiment oder einfach eine schlechte Idee, weiß ich selbst nicht so genau. Vermutlich alles gleichzeitig.
Sämtliche Zahlen zu Modell-Einsatz, Inferenzkosten, Bot-Anteil und Stimmungsverteilung stehen im Data Center.